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Montevideos Gay Bars, Clubs & Maricotecas
Montevideo hat ein kleines, eng verbundenes und wirklich einladendes LGBTQ+-Nachtleben. Uruguay ist das fortschrittlichste Land Südamerikas für queere Reisende, und diese Leichtigkeit zeigt sich auf der Tanzfläche: Die Menge ist gemischt, freundlich und unprätentiös, und niemand starrt ein gleichgeschlechtliches Paar an. Einheimische nennen die schwulen Tanzbars maricotecas – eine Handvoll davon hält die Szene von Donnerstag bis Sonntag am Leben, mit Drag-Shows, günstigen Drinks und Tanzen bis zum Sonnenaufgang.
Wo die Szene ist: Viertel
Es gibt kein einzelnes Gay-Viertel in Montevideo – die Community ist klein und gut integriert, daher sind die Lokale eher verstreut als auf einem Streifen konzentriert. In der Praxis befinden sich die dedizierten Gay-Bars rund um das Centro und Parque Rodo (mit Cordon dazwischen), eine kurze Taxifahrt von der Altstadt entfernt. Ciudad Vieja, die atmosphärische koloniale Altstadt, bietet viele entspannte, gemischte Bars und Cafés, während das Strandviertel Pocitos der Ort ist, an dem viele Besucher übernachten. Die Entfernungen sind kurz und Taxis und Uber sind günstig, so dass das Hin- und Herwechseln zwischen der Altstadt und den Clubs einfach ist.
Die Lokale
Il Tempo (Parque Rodo): Der bekannteste Gay-Club der Stadt. Vor 1 Uhr morgens ist er eine Bar; später verwandelt er sich in eine große Tanzfläche mit House und Techno, Drag-Shows und Themenabenden. Geöffnet von Donnerstag bis Sonntag (und mittwochs in den wärmeren Monaten) – der natürliche Endpunkt eines Abends.
Chains (Centro): Die beliebteste Gay-Bar in Montevideo und für viele Einheimische die zuverlässige erste Anlaufstelle. Zentral, unkompliziert und durch und durch gemischt – Jung und Alt, Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transpersonen teilen sich am Wochenende die Fläche, bevor sie weiter nach Il Tempo ziehen.
Viajeros (Centro/Cordon): Eine klassische Maricoteca mit einer Bühne im Obergeschoss für Live-Musik und Drag-Shows und einer Etage im Erdgeschoss, wo man bis zum Morgengrauen unter Stammgästen und Besuchern tanzen kann. Günstige Drinks, klebrige Böden, viel Zuneigung.
Zoba (nahe Pocitos): Eine lebhafte Bar-Club an der Bulevar Espana, die die Szene mit einem vielfältigen Publikum und einer lustigen, informellen Energie abrundet – eine gute Option, wenn man etwas abseits des Centro sucht.
Neben den dedizierten Bars tauchen gelegentlich queere Partys an Orten wie PM, Jadeo und Mua auf – es lohnt sich, kurz vor dem Datum die lokalen Instagram-Listen zu prüfen. Für ein reines Männer-Badehaus siehe unseren Saunaguide (Toronto Sauna, Centro).
Beste Nächte, Vibe & Was zu erwarten ist
Die Szene erwacht spät und läuft von Donnerstag bis Samstag, wobei der Sonntag im Sommer manchmal hinzugefügt wird. Uruguayer gehen sehr spät aus – Bars füllen sich nach Mitternacht und Clubs erreichen ihren Höhepunkt zwischen 2 und 5 Uhr morgens. Erwarte einen entspannten Dresscode (Jeans und Turnschuhe sind überall in Ordnung), einen Soundtrack aus Latin Pop, House und Drag-Hymnen und eine warme, Kleinstadt-freundliche Atmosphäre, in der du schnell Gesichter wiedererkennen wirst.
Praktische Tipps
Fortbewegung: Taxis und Uber sind günstig und der sicherste Weg nach Hause spät in der Nacht. Die Clubs im Centro sind von vielen Hotels in der Innenstadt aus zu Fuß erreichbar, aber nimm nach Einbruch der Dunkelheit ein Taxi zurück.
Zeitplanung: Komme nicht vor Mitternacht in einem Club an – du wirst den Ort für dich allein haben. Wärme dich im Chains auf, ziehe dann weiter nach Il Tempo oder Viajeros.
Sicherheit: Montevideo ist die sicherste Hauptstadt Südamerikas und Homophobie ist selten, aber normale städtische Vorsicht ist geboten – halte dein Handy in ruhigen Straßen spät in der Nacht weg und benutze registrierte Taxis oder Apps.