Alles, was Sie vor der Reise wissen sollten.
Schlieren ist kein Ziel für schwule Reisende. Es ist eine ruhige Industriestadt mit 16.000 Einwohnern, etwa 10 Kilometer westlich von Zürich. Betrachten Sie es als einen Ort zum Übernachten, falls die Hotels in Zürich zu teuer sind.
Der eigentliche Anziehungspunkt ist Zürich selbst, nur 10-15 Minuten mit der S-Bahn entfernt. Schliere's größter Vorteil für schwule Reisende sind die häufigen, pünktlichen Züge (Linien S24 und S6, Fahrkartenpreis ca. 4-5 Schweizer Franken). Eine Einzelfahrkarte kostet etwa 4-5 Schweizer Franken.
Erwarten Sie in Schlieren keine schwulen Bars oder Clubs. Sie werden sie dort nicht finden. Es ist ein Wohn- und Geschäftsviertel, wie die meisten Schweizer Vororte.
Zürich hingegen hat eine richtige Szene. Das schwule Viertel konzentriert sich rund um den Europaplatz und die Straßen von Zürich-West. Die Barfüsser im Niederdorf ist eine zentral gelegene schwule Bar. Zürich hat auch Saunen und Clubs, aber überprüfen Sie die aktuellen Angebote, bevor Sie gehen; die Dinge ändern sich schnell.
Die Schweiz und insbesondere Zürich haben eine fortschrittliche Geschichte in Bezug auf LGBTQ+-Rechte. Gleichgeschlechtliche Beziehungen wurden 1942 auf Bundesebene entkriminalisiert, obwohl einige Kantone bis in die 1990er Jahre an Einschränkungen festhielten. Zürich wurde in den 1970er Jahren zu einem Zentrum des schwulen Aktivismus und veranstaltet jeden Juni immer noch die Zurich Pride. Es ist eine der größten Pride-Veranstaltungen der Schweiz mit einer Parade, Straßenfesten und kulturellen Veranstaltungen. Eine Unterkunft in Schlieren während der Pride ist dank der kurzen Zugfahrt problemlos möglich.
Abseits der Pride gibt es in Zürich das ganze Jahr über weitere LGBTQ+-Veranstaltungen – Filmfestivals, Theater, Community-Treffen. Informieren Sie sich näher an Ihrer Reise über lokale Veranstaltungskalender.
Die Hotels und Pensionen in Schlieren sind günstiger als die in Zürich. Sie sind meist im mittleren Preissegment und richten sich an Geschäftsreisende und Touristen. Die Stadt ist ruhig, geordnet und sehr schweizerisch. Buchen Sie im Voraus, besonders wenn Sie im Juni zur Pride oder während des Sommers anreisen.
Schlieren bietet Standard-Schweizer und internationale Restaurants: Bäckereien, Pizzerien, Familienlokale. Kulinarisch ist man hier fehl am Platz. Zürich hingegen lockt mit exzellenter Gastronomie an jeder Ecke. Das Niederdorf und die Bahnhofstrasse sind voller Optionen. Rund um den Europaplatz und in Zürich-West finden sich zahlreiche LGBTQ+-freundliche Orte.
Die Schweiz gehört zu den sichersten Ländern der Welt. Schlieren ist sicher. LGBTQ+-Reisende müssen weder Belästigung noch rechtliche Probleme befürchten. Die Kultur ist säkular und aufgeschlossen.
Amtssprache ist Schweizerdeutsch, aber Englisch ist in Touristengebieten und bei jüngeren Leuten verbreitet. Zürich ist englischfreundlicher als Schlieren.
Wettertechnisch erwarten Sie kalte Winter (November–März, oft mit Schnee) und milde Sommer (Juni–September). Mai bis September ist die beste Reisezeit, mit dem Pride im Juni. In der Schweiz gilt der Schweizer Franken (CHF). Es ist ein teures Land, planen Sie also hohe Preise ein, auch wenn Schlieren selbst günstiger ist als die Zürcher Innenstadt.
Von Schlieren oder Zürich aus können Sie Tagesausflüge zum Zürichsee, in die Zürcher Altstadt, auf den Uetliberg (für Wanderungen und Stadtblicke), zu den Rheinfall bei Schaffhausen (45 Minuten mit dem Zug) oder in die traditionellen Dörfer der Region Appenzell (1,5 Stunden mit dem Zug) unternehmen.
Die Schweiz ist zwar nicht in der EU, aber Teil des Schengen-Raums. Viele Nationalitäten, darunter Amerikaner, Kanadier und Australier, können bis zu 90 Tage visumfrei einreisen. Prüfen Sie die spezifischen Bestimmungen für Ihren Pass.
Schlieren ist eine praktische, erschwingliche und sichere Basis, um die Gay-Szene Zürichs zu erkunden. Es eignet sich für Budget-Reisende, Ruhesuchende oder jene, die die weitere Region Zürich erkunden möchten. Die einfache Pendelmöglichkeit nach Zürich macht es zu einer guten Option, um eine der fortschrittlichsten Städte der Schweiz zu erleben, ohne das Budget zu sprengen.