Kino: Sechswochenamt
Sobre el evento
Kino: Sechswochenamt
D 2025, Drehbuch, Regie: Jacqueline Jansen, mit Magdalena Laubisch, Gerta Gormanns, Lola Klamroth, 98 Min., teilw. m. Untertiteln (rheinische Mundart)
Am Do. 27.8. um 17:30 Uhr mit Gästen und Diskussion:
Antje Wicke – Pädagogische Leitung Trauerland
Maja Bendiks – Stellvertretende pädagogische Leitung Trauerland
Termine:
Do. 27.8. / 17:30 ★ mit Antje Wicke, Pädagogische Leitung Trauerland e.V. und Maja Bendiks, Stellvertretende pädagogische Leitung Trauerland e.V.
Fr. 28.8., So. 30.8. + Di. 1.9. / 20:00
Sa. 29.8., Mo. 31.8. + Mi. 2.9. / 17:30
Do. 3.9., Sa. 5.9., Mo. 7.9. + Mi. 9.9. / 20:30
Fr. 4.9., So. 6.9. + Di. 8.9. / 18:00
Mi. 9.9. / 15:30
TRAILER
Mit dem Tod ihrer Mutter nach einem langen Krebsleiden reißt es Lore den Boden unter den Füßen weg. Während ihr Inneres in einen totalen Ausnahmezustand fällt, gerät auch die Außenwelt der 25jährigen aus den Fugen. Die Corona-Pandemie bricht aus, und ein Nebel aus Einsamkeit legt sich über die rheinische Kleinstadt. Die Menschen verkommen zu empathielosen Einzelkämpfern, und Lore verliert den Glauben an das Miteinander, während sie versucht, die Beerdigung zu organisieren. Ihre Mutter hatte nichts geplant, weil sie keine Beerdigung wollte, was Lores abwesende Schwester und die katholische Oma aber nicht akzeptieren wollen. Die Tage und Wochen verstreichen, während Lore das Leben ihrer Mutter archiviert, denn die Mietwohnung, in der sie ihre Kindheit verbracht hat und noch ein letztes Mal unterkommt, ist gekündigt. In einem letzten Kraftakt schafft sie es, allein und allen Widrigkeiten zum Trotz, eine Verabschiedungsfeier zu organisieren. Dass diese im Schlafzimmer ihrer Mutter stattfindet, erscheint am Ende wie die logische Konsequenz von sechs Wochen Ausnahmezustand.
Ihren Debütfilm realisierte Jacqueline Jansen ohne Fördermittel mittels Crowdfunding und der ehrenamtlichen Arbeit aller Beteiligten. In ihrem Film verarbeitet sie eigene Erfahrungen mit dem Tod ihrer Mutter zu Zeiten von Corona. Jansen stammt selbst aus der Gegend im Kreis Erkelenz, in der ihr Film spielt, und einige ihrer Figuren sprechen in der kaum verständlichen Mundart der Region, was den Eindruck des fast Dokumentarischen weiter verstärkt.
Über die Regisseurin:
Jacqueline Jansen wurde 1994 in Erkelenz, NRW, geboren und wuchs auf einem Kohlbauernhof auf. Als Filmemacherin ist sie keinem klassischen Ausbildungsweg gefolgt, sondern dem der Autodidaktin. Seit 2013 arbeitete sie an über vierzig nationalen und internationalen Filmsets, immer im inhaltlichen und organisatorischen Department. Neben Kurzfilmen und Musikvideos realisierte sie in den Jahren 2014 – 2017, in Deutschland und den USA, ihren ersten dokumentarischen Langfilm »No Way Home«.
Ihren Debütfilm »Sechswochenamt« entwickelte sie in den Anfängen der Pandemie und fand in den herausfordernden Zeiten ein besonderes Finanzierungsmodell. Jacqueline ist Mitbegründerin des Vereins KunstFreiheitFilm e.V. und seit 2023 ehrenamtlich im Vorstand tätig. So engagiert sie sich für eine nachhaltige Förderung von Film und Kunstprojekten, besonders im Autodidakt:innen-Bereich. (www.freitag.de)
Über Trauerland
Seit über 25 Jahren begleitet Trauerland e. V. junge Menschen und ihre Familien aus der gesamten Nordwestregion, bei denen eine nahestehende Person gestorben ist. Der gemeinnützige Verein bietet Kindern, Jugendlichen und ihren Angehörigen umfassende Hilfe für ihren Trauerprozess kostenfrei an. Dazu gehören Trauergruppen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, Einzelberatungen, Telefonberatung und Kriseninterventionen. Der spendenfinanzierte Bremer Verein hat seine Räume in Bremen-Horn sowie eine Außenstelle in Verden. Insgesamt werden in den Trauergruppen derzeit 150 Plätze für trauernde Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene angeboten. www.trauerland.org
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