Verona: Romantik und Realität
Verona lebt von seiner Shakespeare-Verbindung – Julias Balkon, der mit Briefen bedeckte Hof, die romantische Mythologie – und zieht damit jedes Jahr Millionen von Touristen an. Die Gay-Szene spielt sich dabei eher im Hintergrund ab. Frida nahe der Arena ist die wichtigste LGBTQ+-freundliche Cocktailbar; Sottomarino Giallo in Veronetta ist die Community-Gay-Bar. Die Verona Pride im Juni führt an der Arena und dem Haus der Julia vorbei – die Kombination aus politischem Statement und touristischem Spektakel macht sie zu einem der meistfotografierten Pride-Events Norditaliens.
Verona versteht man am besten als Halbtagesausflug im Rahmen einer Venetien-Reise (Venedig ist 90 Minuten mit dem Schnellzug entfernt; der Gardasee 20 Minuten mit dem Bus) und nicht als eigenständiges Gay-Reiseziel. Aber es ist eine wirklich schöne Stadt, und die Sommeroper-Saison in der Arena macht sie zu einem der fesselndsten kulturellen Abend-Erlebnisse Italiens.